DEN STADTUMBAU NUTZEN
Matthias Dreßler, Architekt
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Verpachtung oder vergünstigter Verkauf städtischer Baugrundstücke für Selbstnutzer, vor allem an junge Familien, sind eine zukunftsträchtige Investition in die eigenen Bürger.
Unter dem Motto "Alleen in die Stadt" schlagen wir die Aufwertung der Stadteingänge mit blühenden Baumhainen und Alleebäumen entlang der Einfallstraßen vor.
Halles Bevölkerung schrumpft und mit ihr die Stadt. Der notwendige Stadtumbau ist bereits in vollem Gange. Wenn dieser Prozeß planvoll und mit Einbeziehung aller Beteiligten gestaltet wird bietet er die große Chance der Rückkehr zur kompakten Stadt der kurzen Wege und der stadtnahen Natur.
Halle muß seine Kräfte bündeln und sich auf die (über-)lebensfähigen Stadtgebiete konzentrieren. Dazu gehört die stärkere Einbeziehung der Saale, die zwei unterschiedliche Stadtstrukturen verbinden kann. Es müssen buchstäblich Brücken (für Fußgänger und Radfahrer) geschlagen werden: von der Altstadt zur Saline nach Halle-Neustadt. Hier können vertretbare Investitionen viel bewirken. Die Neugestaltung der vernachlässigten Saline-Insel unter landschaftlichen Aspekten, aber auch mit partiellem individuellem Wohnen an der Saale ist eines der zentralen Themen des Stadtumbaus. Wir schlagen die Bewerbung Halles für eine Bundesgartenschau vor, um diesen Prozeß in Gang zu setzen.
Halle lebt in und von seiner historischen Bausubstanz, die in den letzten Jahren durch neue Architektur ergänzt wurde. Dennoch gilt es, den vielen noch unsanierten, aber stadtbildprägenden Gebäuden neue Aufmerksamkeit und Förderung zukommen zu lassen.
Die Stadt kann und muß in einer neuen Initiative im Verbund mit den Eigentümern und Nutzern den Anstoß geben. Baumfreie Gründerzeitstraßen und Quartiershöfe lassen sich schneller begrünen, wenn Bürger mit Baumpatenschaften Veränderung einfordern und unterstützen.