MitBürger e.V. - Halle (Saale)

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Wahlprogramm

Das Wahlprogramm der MitBürger zur Kommunalwahl 2009

SPORT • KULTUR

Der Einzelne mit seiner Leistung macht in der Summe die Mannschaft. Sport als Ereignis, Beschäftigung, Vergnügen und Symbol ist für die soziale Struktur unserer Stadt ein wichtiges Bindeglied. Attraktiver Breiten- und Schulsport aber auch der Spitzensport stellen die wesentlichen Säulen dar, die es in das richtige Lot zu bringen gilt. Wir brauchen eine starke Selbstverwaltung des Sportes in unserer Stadt. Dafür müssen wir diejenigen stärken, die sich ehrenamtlich und hauptberuflich im Sport betätigen. Die Verwaltung muss den Vereinen beratend und helfend zur Seite stehen, egal ob im Bereich der Einwerbung von Mitteln, der Trainerbetreuung oder der kostengünstigen Nutzung der Sportstätten.

An alte Erfolge anknüpfen

Der großen städtischen Sporttradition verpflichtet und auf die tausenden Sportler und Sportbegeisterten bauend, muss Halle in einem neuen Anlauf wieder zur Sportstadt werden.
Leistungssport und Breitensport müssen gleichermaßen gefördert und entwickelt, vorhandene Ressourcen, wie Sportstätten, durch übergreifendes Sportmanagement besser genutzt werden.
Die Stadt darf sich nicht aus der Verantwortung für ihre Sportstätten stehlen und allein den Vereinen deren Unterhaltung aufbürden. Wir fordern kontinuierliche öffentliche und private Investitionen in Sportvereine und Sporteinrichtungen. Sportanlagen für die traditionellen Mannschaftssportarten wie für Trendsportarten (Streetball-Flächen, Skaterbahnen, Klettertürme etc.) rechtfertigen mit ihrer sozialen Wirkung, der Einbindung von Jugendlichen und der Identifikation der Bürger mit ihrer Sportstadt entsprechende Ausgaben.
Sportförderung muss jedoch bedarfsorientiert sein.

Sportinfrastruktur zukunftsfähig gestalten

Die Realisierung der Großprojekte Kurt-Wabbel-Stadion und Ballsporthalle sowie Robert-Koch-Schwimmhalle sind auf den Weg gebracht. Wir werden dafür sorgen, dass sie auch zu Ende geführt werden und nicht den geplanten Kostenrahmen sprengen. Diese Projekte dürfen aber nicht zu Lasten der anderen kleineren und für die Sportinfrastruktur ebenso wichtigen Investitionsprojekte ausgeführt werden. Hier ist insbesondere die schrittweise Sanierung der Schulsporthallen zu nennen. Unsere Kinder müssen wieder Spaß am Schulsport und nicht Ekel vor dem Zustand der sanitären Einrichtungen haben. Erneuerte Turnhallen würden gleichzeitig die Situation der tausenden Breitensportler verbessern. Dabei ist auch an eine energetische Sanierung zu denken, die wiederum hilft, die beim Betrieb der Sporteinrichtungen anfallenden Kosten zu senken.
Wir werden uns einsetzen für die Sanierung und den Weiterbetrieb des Nordbades sowie der Eissporthalle. Mit der Eissporthalle hat die Stadt Halle ein Alleinstellungsmerkmal in ganz Sachsen-Anhalt, welches es zu erhalten gilt.

Die Angebote für den Wassertourismus sowie für Fahrrad-und Rucksacktouristen gilt es deutlich zu verbessern. Mit der Neueinrichtung eines modernen Zeltplatzes, Bootsanlegestellen in Nähe der Altstadt und dem Angebot preiswerter Familien-und Jugendherbergen lassen sich - zu Wasser und zu Lande - mehr Touristen in die Stadt locken, was die Stadt national wie international bekannter macht.

Vorhang auf für ein breites Kulturangebot

Die Umstrukturierung der städtischen Bühnen zur Kultur GmbH ist begonnen, dennoch wird eine kritische Begleitung des Stadtrates nötig sein, um diesen Umbau nicht zum Alibi werden zu lassen.
Die Diskussion um die Aufwendungen im Kulturbereich stehen erst am Anfang, wir werden uns dafür einsetzen, dass Umschichtungen von Mitteln zugunsten einer stärkeren Förderung der Freien Kultur erfolgen. Halle bedarf der tatkräftigen Unterstützung der freien Künstler unserer Stadt. Sie sind das kreative Potential, welches geachtet und unterstützt werden muss. Die Entwicklung der Galerieszene mittels der Kunststiftung Sachsen-Anhalt ist ein wichtiger Baustein.
Die hallesche Kulturszene hat sich in den letzten Jahren zu einen wichtigen Bestandteil der lokalen Wirtschaft entwickelt. Hier kann und muss die Stadt noch signifikantere Impulse und Strukturen schaffen, damit diese Entwicklung nicht stagniert.

Hier verfolgen MitBürger für Halle die Idee der Einführung eines Kulturgroschens:
Alle städtischen Kultureinrichtungen erheben auf ihre Eintrittskarten einen erhöhten Eintritt (+10 Cent). Die dadurch realisierten jährlichen Einnahmen werden für die Finanzierung von Projekten freischaffender Künstler verwendet. Bei 1.000.000 Besuchern würde dies einem Betrag von 100.000,- Euro entsprechen.